Offenheit-Toleranz

„Ver­su­che nie­mals jeman­den so zu machen, wie du selbst bist, du solltest
wis­sen, dass einer von dei­ner Sor­te genügt.” (Ralph Wal­do Emerson)

Die Falle Dogmatismus

Eine der größ­ten Fal­len unse­rer Zeit ist der Man­gel an Offen­heit und Toleranz!

Wir Men­schen nei­gen oft dazu, dog­ma­tisch an den von uns für wahr gehal­te­nen „Wahr­hei­ten“ fest­zu­hal­ten, obwohl sie meist nur ein ganz klei­ner Aus­schnitt der Wirk­lich­keit sind!

Ein klei­nes Bei­spiel: Ist ein Kegel ein Kreis oder ein Drei­eck? Je nach­dem, aus wel­cher Per­spek­ti­ve man ihn betrach­tet, ist er ent­we­der das eine oder das ande­re, in Wahr­heit jedoch eine Kom­bi­na­ti­on aus beidem!

Oder: Es steht eine Hen­kel­tas­se in der Mit­te eines Krei­ses von Men­schen. Die einen behaup­ten, der Hen­kel der Tas­se wäre rechts, die ande­ren jedoch behaup­ten das Gegen­teil, der Hen­kel der Tas­se wäre links, bzw. hin­ten oder vorne.

Wer hat Recht? Jeder auf sei­ne Art und aus sei­nem Blickwinkel!

Wir betrach­ten die Din­ge meist aus unse­rer aner­zo­ge­nen, ange­le­se­nen oder ange­lern­ten Sichtweise.

Die­se ist jedoch sehr begrenzt. Anstatt stil­le zu sein und erst ein­mal zu schau­en und wahr­zu­neh­men, ohne zu urtei­len, reagie­ren wir auf­grund unse­rer eige­nen Mus­ter und unver­ar­bei­te­ten Trau­ma­ta oft wie von der Taran­tel gesto­chen und ver­let­zen damit uns und andere.

Ist der Kegel ein Kreis oder ein Dreieck?

Demut

Demut ist die Glück­se­lig­keit, in uns „Nichts“ sein zu dür­fen, damit der Schöp­fer in uns „Alles“ sein kann! (Aus dem Buch „Demut“ von Andrew Murray)

Wenn wir von dem Anspruch zurück­tre­ten kön­nen, dass wir die Wahr­heit weder gepach­tet, noch mit dem Löf­fel gefres­sen haben, son­dern alle ein­fach Mit­men­schen auf dem Weg durch die­ses Erden­le­ben sind mit all unse­ren unter­schied­li­chen Glau­bens­vor­stel­lun­gen, Denk­sys­te­men, Kul­tu­ren, Erfah­run­gen und Bedürf­nis­sen, so nähern wir uns ganz lang­sam dem Ide­al von Offen­heit und Toleranz!

Ein offenes Herz

Ein so gro­ßes Pro­jekt, wel­ches Men­schen ver­schie­de­ner Kul­tu­ren, Reli­gio­nen, Auf­fas­sun­gen, Erfah­run­gen und Bedürf­nis­se umfasst, benö­tigt mög­lichst von Sei­ten eines jeden ein offe­nes, wei­tes Herz, wel­ches bereit ist, sich ein Stück weit bedin­gungs­los einzulassen.

Dazu gehört Tole­ranz gegen­über ande­ren Mei­nun­gen, Offen­heit für neue Impul­se und Sicht­wei­sen und ein gewis­ses Maß an Duld­sam­keit, ohne sich jedoch aus­nut­zen zu lassen.

Der Seiltanz

Gesun­de Tole­ranz und Offen­heit benö­ti­gen auch den Mut, sich abzu­gren­zen und sei­nen eige­nen Wer­ten und Idea­len treu zu blei­ben, egal, was ande­re davon halten.

Die­se schein­ba­ren Gegen­sät­ze, wie z.B. Offen­heit und Rück­zug oder Tole­ranz und zu sich selbst ste­hen, abzu­wä­gen, gleicht einem Seil­tanz und ist in einer Gemein­schaft nicht immer leicht zu voll­zie­hen, aber wir haben die Mög­lich­keit, dies gemein­sam zu ent­wi­ckeln, aus Feh­lern zu ler­nen, ein­an­der zu ver­ge­ben und unser Bes­tes zu geben.

Wenn wir uns auf das kon­zen­trie­ren, was uns ver­bin­det und nicht auf das, was uns trennt, kön­nen wir zu einer unbe­zwing­ba­ren Fes­tung wer­den im Sturm die­ser Zeit!

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Bes­ser zehn Jah­re zu früh als einen Tag zu spät!